PR sind für alle da!
“Man kann nicht nicht kommunizieren”. Diesen berühmten Satz hatte einst der 2007 verstorbene Paul Watzlawick in die Welt gesetzt. Wenn dem so ist, dann berührt der “Handel mit Images” uns alle. Wir alle handeln nach den Signalen, die wir empfangen. Wir beurteilen Menschen aufgrund ihrer Wirkung. Nur aufgrund ihrer Wirkung?
These: Wer gut blufft, hat bei uns grosse Chancen. Also senden auch wir positive Signale aus, damit wir die Welt in den Sack stecken können. Ist dem so? Wie weit kann dieser Spagat zwischen Schein und Sein gehen, beispielsweise bei einem PR-Berater, der sich nur gut verkauft, im Grunde genommen aber nichts von seinem Handwerk versteht?
Institutionelle Kommunikation meint laut SPRG “das Management der Kommunikationsprozesse von Organisationen mit ihren Bezugsgruppen”. Wie weit reicht dieses “Management” in unsere Seele hinein? Sind PR grenzenlos?
Was ist wichtiger: die Welt, oder die Art und Weise, wie sie uns vermittelt wird? Was freut uns mehr, das Baby oder das Foto vom Baby? Sprechen Politiker nur, wenn ihnen ein Mikrofon entgegen gestreckt wird? Lächeln Filmstars nur, wenn die Kamera läuft? Ist “Welt” ohnehin nur das, was wir über Medien wahrnehmen – und sie existiert sonst gar nicht? Oder wollen wir Hektor Haarkötter folgen, der in seinem Antimedienbuch fordert: “Abschalten!” Und konsequenterweise resignieren? Oder wenigstens dem Hauptmittel der PR, den Medien, sehr kritisch auf die Finger schauen, wie es Watchblogs tun, damit die Medienakteure nicht allmächtig werden? Viele ärgern sich darüber, auch in Foren von Medien.
PR sind für alle da! Ein Spiel aller gegen alle oder bisweilen auch für alle. Und wir tun gut daran, aktiv mitzuspielen und die Naturgesetze der Kommunikation zu erkennen. PR prägen Images. Welches Image wünschten wir uns denn von uns selbst? Kann es sein, dass Fremdbilder von uns völlig anders aussehen als das, was wir selber an uns wahrnehmen?
Fragen über Fragen. Was aber halten Leute davon, welche die MarKom-Prüfung bestehen wollen, um beruflich in diese Kommunikationswelt einzutauchen? Klicken Sie auf die Kommentarfunktion, outen Sie sich mit Ihrem Kommentar! Zeigen Sie Kanten, werden Sie deutlich, provozieren Sie, zeigen Sies Ihren Kolleginnen und Kollegen!
Ronald Roggen, Hamburg
Nun, leider werden in der heutigen Zeit viel zu viele Medien eingesetzt. Oft muss man selber entscheiden, was man glauben will und was nicht. Der Kunde wird meist von Informationen überflutet, so dass er sich fast nicht entscheiden kann. Es wird meist alles “gutgeredet”, d. h. die Popstars sehen alle immer gut aus, sie sind happy und strahlen richtig vor Lebensfreude! Ist das aber ihr wahres Bild? Oh nein, die meisten von ihnen sind im Innersten zutiefst unglücklich und unzufrieden. Ich finde, die Presse und die Artikel müssten allgemein etwas gebremst werden, damit wieder ein “normaler, glaubwürdiger” Informationsfluss entsteht …
Heute werden die Wörter Public Relations und Kommunikation allzu oft und allzu schnell verwendet. Firmen schmücken sich mit diesen Wörtern und erhoffen sich dadurch ein modernes Auftreten.
In meiner Firma wird die interne Kommunikation in letzter Zeit vernachlässigt (owohl unsere Firma eine Tochtergesellschaft eines Kommunikationskonzerns ist). Die Hauszeitung wurde aus Kostengründen abgeschafft. Mitarbeiter, welche keinen Zugang zum Intranet haben, erhalten keine internen Informationen. Die Firma verpasst so die Möglichkeit, Leitbild und Visionen an die Mitarbeiter weiterzugeben. Dem Mitarbeiter wird das Bild unseres Unternehmens nicht mehr vermittelt, so kann dieser das Bild auch nicht mehr an den Kunden weitergeben. Die nicht vorhandene interne Kommunikation schadet somit indirekt auch den PR der Firma.
PR und Kommunikation sind im Marketingbereich einer Firma sehr wichtig, nur solange sie nicht leere Worthülsen bleiben. Den Worten müssen Taten folgen – die Strategie muss gelebt werden!
Zugegeben, auch ich unterliege teilweise dem Schein meiner Umgebung. Ansprechende PR verführen mich dazu mehr erfahren zu wollen, zu erforschen, was wirklich hinter den wohlklingenden Versprechungen steckt. Das Image alleine fesselt mich aber schlussendlich nicht langfristig an eine Person, eine Marke oder eine Firma. Wenn sich die grossen Worte als Mogelpackung offenbaren, schwindet mein Vertrauen und ich wende mich ab.
Insofern bergen PR oder der „Handel mit Images“ eine grosse und spannende Herausforderung in sich: Wer kann und wird seine Versprechungen halten? Wo werden auf Worte Taten folgen? Der PR-Berater, der sich nur gut verkauft, im Grunde genommen aber nichts von seinem Handwerk versteht, wird früher oder später über seine eigenen Bluffs stolpern.
So werde ich also nicht resignieren und versuchen, den PR aus dem Weg zu gehen. Ganz im Gegenteil lasse mich dann und wann von positiven Signalen zu neuen Erfahrungen hinreissen und verlasse mich auf meinen gesunden Menschenverstand, der es mir ermöglicht, Schein von Sein zu unterscheiden.
Die unternehmensinterne Kommunikation ist sehr wichtig für das eigene Personal. Dieses sollte wissen, was es in der Unternehmung neues gibt und auch, von welchen Spezialangebote die Mitarbeiter profitieren können. Bei uns in der Firma wird dies sehr offen kommuniziert. Alle drei Monate erhalten wir einen Newsletter, und einmal im Jahr haben wir einen Mitarbeiteranlass, an dem wir auch über das Geschäftsjahr informiert werden.
Wir haben oft Situationen, in denen wir direkt mit PR konfrontiert werden. So wird in letzter Zeit viel über den Ausbau des Klein Matterhorns in den Medien berichtet, oder wenn es Anlässe im Dorf gibt, sind wir immer präsent.
Ich denke, wir haben alle tagtäglich direkt und indirekt mit PR zu tun. Es kommt sicher drauf an, welches Magazin, welche Zeitschrift oder welche Tageszeitung man liest und was man glauben kann, aber jeder sollte sich selber seine eigene Meinung zu einem Geschehen bilden.
Die unternehmensinterne Kommunikation finde ich sehr wichtig. Das Personal muss über aktuelle Dinge und Vorgehen informiert sein. Wenn ich darüber informiert bin, ist meine Motivation grösser und damit auch der Erfolg.
Ich arbeite in einem Kleinbetrieb, einer Bäckerei, in dem es (noch) an unternehmensinterner Kommunikation fehlt. Mein Chef hat den Betrieb im Frühling dieses Jahres übernommen und er weiss noch zu wenig von der Unternehmensführung.
Wir haben täglich mit PR zu tun. Die Kunden kommen nur, wenn wir freundlich mit ihnen umgehen und wenn die Qualität stimmt. Wäre z. B. das Brot von gestern, kämen die Kunden sicher nicht wieder. Bei solchen Situationen wäre das Image des Betriebs sicher sehr schnell weg.
Die ganze Mediengeschichte ist sehr wichtig. Ich arbeite in einer Landi, dort können wir im Laden selber schlecht unsere eigene Werbung machen. Das einzige, was wir als Angestellte können/dürfen: die Freundlichkeit gegenüber den Kunden und Lieferanten, Flexibilität und das Geschäft schön gestalten. Aktionen wie z. B. Plakate werden von der Landi Schweiz oder vom Volg bestimmt und wir als Filliale müssen spuren. Was für manche auch nicht immer ganz so einfach ist.
Trotzdem haben wir täglich mit PR zu tun. Die Kunden, welche zu uns kommen, sehen nur uns und nicht die grossen Geschäfte oder Lieferanten. Deshalb ist das Image für unseren Laden sehr wichtig.
[...] findet sich auch im PR-Beitrag auf dem Blog [...]